Reisestart zum Pellenzer Festival

16 Aug

Die Reise ging endlich los.

Erste Station: Pellenzer Festival. Drei Tage entspannte Musik, Kinderprogramm und ein nettes Festival zum Einstieg in unsere Wohnwagenreise.

Die Aufregung war bei mir immens hoch als wir zur allerersten Fahrt mit dem Wohnwagen aufgebrochen sind. Würde alles klappen mit dem Ankuppeln? Wie würde sich der Wohnwagen ziehen lassen? Wie wäre das Fahrverhalten? Wie eng ist es wirklich auf den Straßen?

Alles Fragen auf die ich im Vorfeld natürlich keine befreienden Antworten hatte außer ein übliches „Das wird schon werden“. Es musste also ein praktischer Test her. Es sollte keine allzu lange Route werden fürs erste und dies beruhigte mich in meiner Aufregung dann schon etwas.

Meine Schwägerin erzählte uns von einem kleinen Festival in der Nähe von Koblenz und als gemeinsamen Einstieg für uns und Abschied von Tante, Schwester und Schwägerin schien uns dies als angemessen.

Alles wurde reisefertig gemacht, die letzten Schrauben festgezogen und die letzten Kisten verpackt und eingeräumt. Dann ging es los und es ging zum städtischen Bauhof zum Anhänger wiegen. Dort folgte dann der erste große Schock. Der Wohnwagen lag ganze 170kg über dem erlaubten Gewicht.

Also musste erstmal umgeräumt und Gewicht verlagert werden auf den Galaxy. Schnell war auch hier das Maximum an Beladung erreicht und wir dachten uns einfach: Wo kein Kläger, da kein Richter und wir fuhren einfach drauflos Richtung Koblenz. Die Fahrt gestaltete sich dann als äußerst unkompliziert bis wir von der Autobahn herunterfuhren und in Plaidt durch ENGE Altstadtstraßen geschickt wurden, da uns der kleine Feldweg der als Einfahrt zum Festival diente nicht auffiel. Ich wurde sichtlich nervöser als uns in einer engen Kurve auch noch ein Linienbus entgegenkam. Der Busfahrer verhielt sich glücklicherweise äußerst kooperativ und lenkte sein Fahrzeug weit genug nach rechts, so dass ich ohne Dellen aus den engen Gassen wieder herauskam und unser 12 meter-Gespann erstmal auf einen Parkplatz lenkte. Kurze Pause und los gings wieder. Meine Schwägerin war zum Glück bereits vor Ort und konnte uns telefonisch und visuell zum Festivalgelände führen und dort standen wir dann auf dem kleinen Weg und schauten uns um. Mein Herz schlug schon beim bloßen Anblick dieser engen Wege schneller und ich dachte mir, dass ich da niemals durchpassen könnte ohne sämtliche parkenden Autos zu zerkratzen oder zum wirtschaftlichen Totalschaden zu degradieren.

Glücklicherweise waren schon einige Festivalbesucher vor Ort und gleich 8!!! Leute boten sich an zu helfen uns durch den schmalen Feldweg zu geleiten. Schadensfrei gelang dies ohne Zwischenfälle und auch das Drehen des Wohnwagens in die Parklücke war überhaupt kein Problem und als der Wohnwagen parkfertig war, gab es erstmal ein kühles Bierchen von der Schwägerin. So gestaltete sich die erste Fahrt mit dem Wohnwagen als unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich für mich.

Das Programm des Festivals empfanden wir als sehr kinderfreundlich, da neben den musikalischen Acts auch für die Kinder ein  Programm aufgestellte wurde mit Schminken, Kindertheater und Zaubershow.

Aber auch in den festivalfreien Zeiten war es nicht langweilig. Die Kinder liefen mit Begeisterung über das Festivalgelände um Pfandflaschen zu sammeln, Yannik half beim Bauen eines Staudammes oder sie spielten einfach mit den anderen Menschen auf dem Festivalgelände.

Kurzum war es ein gelungenes Festival mit tollen musikalischen Acts, alternativen Ständen und netten Menschen das uns noch lange, nicht nur aufgrund der chaotischen Anfänge, in Erinnerung bleiben wird.

Frank

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