Entdeckungstour in Antequera

16 Feb

Antequera

Heute geht es für uns weiter in Richtung Antequera, etwa 2 Stunden von Nerja entfernt und inländisch gelegen, inmitten der andalusischen Berge. Der im Netz ermittelte Stellplatz lässt sich jedoch im ersten Moment nicht auftreiben, so dass wir uns zuerst auf einen Parkplatz eines Einkaufszentrums stellen. Da wir noch entspannt Essen kochen wollen, entscheiden wir die Nacht dort zu verbringen und am nächsten Tag weiter zu fahren nach El Chorro, einem bekannten Kletterparadies. Nach dem Frühstück geht die Fahrt weiter und in mir kommen schon nach wenigen Minuten böse Erinnerungen hoch als wir einerseits auf der Hauptstraße falsch abbiegen und ich anschließend nach korrigierter Strecke den Motor absaufen lasse. Fast schon panisch, entscheiden wir den Wohnwagen abzustellen und ohne unser Zuhause nach El Chorro weiterzufahren. Nun finden wir auch den eigentlichen Stellplatz, müssen jedoch feststellen dass dieser sich als zu klein herausstellt und sich allemal für Wohnmobile eignet. Somit stellen wir den Wohnwagen einfach in einer ruhigen Seitenstraße, parallel zur Hauptstraße ab und fahren weiter nach El Chorro, um zu schauen ob wir unterwegs einen möglichen Stellplatz in der Nähe entdecken. Leider finden wir keine gute Stellmöglichkeit und auch die bergige, enge und stellenweise hügelige Anfahrt macht ein Durchkommen mit unserer Kombination nahezu unmöglich. So verbringen wir nur ca 2 Stunden in El Chorro und fahren anschließend wieder zurück. Da der Tag noch jung ist schauen wir uns Antequera ein bisschen an und entdecken einen schönen Spielplatz ganz in der Nähe unseres Zuhauses und lernen eine reisende französische Unschoolerfamilie kennen. Hier verbringen wir den Nachmittag bis in die frühen Abendstunden.

El Torcal Antequera

Den nächsten Tag entscheiden wir nach El Torcal zu fahren, einem bekannten Gesteinsmassiv. Micha, der Deutsche aus Nerja, hat uns diesen Ausflug empfohlen. In Worte kann man diese Formationen nicht beschreiben, hier lassen wir eher die Bilder sprechen. Wir entscheiden uns für die kürzere Wanderroute und werden nicht enttäuscht. Ein kleiner Pfad ist angelegt und dennoch muss das ein oder andere Mal geklettert werden. Durch das Regenwetter der letzten Tage müssen wir uns an einigen Stellen durch ein richtiges Schlamm- und Pfützenwirrwarr kämpfen. Für die Kinder und auch für uns ist dieser Tag sehr spannend, fühlen wir uns alle ein klein wenig an die Landschaft von Mittelerde erinnert. Nach der etwa einstündigen Wander- und Klettertour wird noch das kleine angrenzende Museum erforscht in dem die Entstehungsgeschichte von El Torcal dargestellt wird. Anschließend, leider auch der schlechten Witterung geschuldet, fahren wir zurück nach Antequera.

Antequera wird am nächsten Tag für eine Entdeckertour genutzt. Wir besorgen uns eine Stadtkarte im Oficina de Turismo und machen uns auf den Weg. Einige Kirchen und eine maurische Befestigungsanlage fallen uns auf dem Plan auf. Jedoch werden wir bei der größten Kirche an der maurischen Festung, von dem Eintrittsgeld abschreckt. Also weiter zum nächsten Bauwerk auf dem Weg, der Iglesia Virgen del Carmen. Auch hier wieder eigentlich kostenpflichtig, doch Daniela mischt sich kurzerhand unter eine Reisegruppe und gelangt mit hinein, kann einige Fotos schießen und kommt wieder hinaus. Manchmal kann man ja auch Glück haben. Die Kinder und ich verbringen die Zeit indessen auf einem in der Nähe gelegenen Spielplatz und nach unserer Wiedervereinigung geht es zurück zum Wohnwagen. Mit dem Wetter haben wir hier in Antequera nicht ganz so viel Glück, daher lassen wir auch den Ausflug zum „Peña de los Enamorados“ (Fels der Liebenden) ausfallen. Der Legende nach, hat sich dort ein verliebtes, verfolgtes Pärchen vom Gipfel gestürzt.

 Peña de los Enamorados Fels der Liebenden Antequera

Fuente de los 100 caños

Auf der Karte des Oficina de Turismo sind auch die Sehenswürdigkeiten der Umgebung mit aufgeführt. Der „Fuente de los 100 caños“ macht uns neugierig, und so wird der nächste Ausflug nach Villanueva del Trabuco geplant. Auf dem Weg dorthin merken wir schon den gewaltigen Temperaturunterschied und als wir den ersten Schnee auf den Berggipfeln entdecken, bezweifeln wir kurzzeitig ob wir mit unserem Auto ohne Winterreifen die Strecke überhaupt fahren können. Nachdem die Straße nach der Abzweigung von der Hauptstraße recht schmal und uneben ist, entschließen wir am Rand zu parken und den Rest zu laufen. Wie sich dann herausstellt war es nicht nötig, denn an der etwas enttäuschenden Sehenswürdigkeit gibt es einen großen Parkplatz und auch die Straße war durchaus befahrbar. Da es doch sehr kalt ist und wir die einstelligen Temperaturen nicht mehr gewohnt sind begeben wir uns auf den Rückweg.

Dolmen Antequera

Einen Tag später als geplant besuchen wir nun auch noch die Dolmen in Antequera. Zwei sind direkt in der Stadt zu besichtigen und ein weiteres Hügelgrab etwas außerhalb. Wie auch schon in El Torcal ist auch hier der Eintritt frei und wir besichtigen die ersten zwei Hügelgräber. Gemeinsam mit den Kindern entscheiden wir den Besuch des 3 .ausfallen zu lassen und direkt den Wohnwagen zu holen und unsere Fahrt Richtung El Chorro fortzusetzen.

Frank

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