Tarifa und Umgebung – viel zu entdecken für Freilerner

5 Mrz

Nun steht die Weiterfahrt in Richtung Tarifa an. Unterwegs entscheiden wir spontan in der Nähe von Marbella auf einen Campingplatz zu fahren und diverse Annehmlichkeiten in Anspruch zu nehmen.Als wir ankommen sind wir erstmal geschockt über die Massen an Urlaubern und Dauercampern. Glücklicherweise sind noch etwa 10 Plätze frei und schnell ist ein passender Platz gefunden, der für unsere Zwecke ausreicht. Anschließend erkunden wir gemeinsam den Platz, entdecken den Spielplatz und einen Indoorspielbereich, den die Kinder vor allem in den nächsten Tages des öfteren aufsuchen. Auch das überdachte Schwimmbecken erfreut sich bei den Kindern an großer Beliebtheit. Daniela nutzt das angebotenen Sportprogramm und die Kinder das Animationsprogramm. Sogar eine Kletterwand gibt es dort, und Yannik kann gleich seine bisher erworbenen Fähigkeiten weiter ausbauen. Wir bleiben 5 Nächte auf dem Platz stehen und fahren anschließend weiter nach Tarifa auf den uns empfohlenen Platz.

Tarifa entdecken für Freilerner

Unser neuer Platz am Playa los Lances, direkt angrenzend am Meer und nur getrennt von einer breiten Düne und einem breiten Strand. Dass es hier etwas windiger ist, war uns schon von Erzählungen bekannt, doch die schöne Landschaft entschädigte dafür bei weitem. Saftige grüne Wiesen auf denen zahllose Rinder und Schafherden umherziehen und ein Ausblick auf den afrikanischen Kontinent erfreuen uns tagtäglich. Das Wetter selber lässt einen Badetag leider nicht zu, dafür erkunden wir in den 8 Tagen die Stadt und die umliegenden Orte wie z.B. Bolonia.

Tarifa selber bietet in den engen Gassen einiges zu entdecken, viele kleine Geschäfte und romantische Häuser, die Isla Dos Mares, an der Mittelmeer und Atlantischer Ozean zusammenfließen und daher desöfteren Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse wurde, das Castillo de Guzman de Bueno, und die Kirche der heiligen Maria.

Aufgrund der ständigen Winde gilt Tarifa auch als eine der Hauptstädte für Wind- und Kitesurfer. An sonnigen Tagen konnten wir ein buntes Schauspiel am Himmel beobachten, als hunderte von Kiteschirmen am Himmel entlang flogen. Daniela bekommt ebenfalls Lust das Kitesurfen einmal auszuprobieren und wir beschließen im nächsten Herbst einen 4-tägigen Kurs zu besuchen. Darauf sind wir schon jetzt wahnsinnig gespannt. Pech hatten wir leider bei unserem geplanten Pizzaessen, da die uns empfohlene Pizzeria La Tabla, wo die Pizza mit Scheren geschnitten wird aufgrund der gigantischen Dimension, leider an sämtlichen Tagen geschlossen hatte. Der Pizzagott hatte wohl etwas dagegen das wir unsere Stammpizzeria Limone in unserer Heimatstadt Langen hintergehen. Unere Kleinste hat die Zeit in Tarifa genutzt um ihre ersten freien Schritte zu machen.

Tarifa entdecken für Freilerner

Bolonia und Los Canos de Meca

Durch die vielen erhaltenen Reisetipps fahren wir heute ins nahegelegene Bolonia, einer alten römischen Stadt direkt am Meer. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher nach Los Canos de Meca, auch hier soll es naturistisch und sehr schön sein. Für andere mag es ja zutreffen, wir selber fanden es nicht ansprechend als Familie. Schneller als geplant fuhren wir also zu unserem eigentlichen Zielort nach Bolonia.

Dort fühlen wir uns ein wenig wie die Römer als wir durch die Anlagen laufen und die Überreste dieser 2000 Jahre alten Stadt besichtigen dürfen.  Die traumhafte Lage direkt am Meer lässt uns an die früher hier stationierten Legionäre denken die ihren Dienst hier sicher gerne verrichteten. Der Blick auf die gut erhaltenen Ruinen der Wohnhäuser, der Marktstraßen und des Theaters gibt uns einen Einblick in die entwickelte damalige Kultur und an dem ein oder anderen Artefakt lässt sich manches Graffiti erkennen, das die Zeit ebenso überdauert hat.

Gibraltar

 Auch ein Besuch von Gibraltar steht auf der Agenda und gut vorbereitet mit Reisepässen etc geht es mit dem Auto los. Wir passieren ohne Schwierigkeiten die Grenze und fahren auf dem der Hauptstraße an die südliche Inselspitze. Dort legen wir eine Pause ein und nutzen die Örtlichkeiten Spielplatz und Co zum Picknick und Spielen.  Den anschließenden Besuch beim Affenfelsen, dem Rock of Gibraltar, lassen wir aufgrund des unverschämten Eintrittspreises ausfallen und lassen Gibraltar und das British Empire, schneller zurück als erwartet, nutzen aber vorher noch die günstigen Preise für Diesel um einmal voll aufzutanken.

Cadiz

Die Hafenstadt Cadiz ist ebenfalls Ziel für einen Tagesauflug von Tarifa aus. Der Wunsch ging von mir aus, da mein ehemaliger Arbeitskollege aus dieser Stadt stammt und viel darüber erzählt hat. Ein spezielles Ziel haben wir in der Stadt selber nicht, also erstmal reinfahren und Parkplatz suchen.

Den finden wir auch recht bald in Form eines Parkhauses an der nördlichen Spitze der Halbinsel. Von dort aus erkunden wir zu Fuß die Stadt, entdecken die Markthalle mit ihren Unmengen an Obst und Fisch. Da die Kinder, wie wir ja auch, kein Fleisch und Fisch essen, sind sie zu gleichen Teilen neugierig und angewiedert von den dort liegenden Fischen und Meerestieren. Anschließend schauen wir uns die Kathedrale und das alte Theater de Fallo an.

Auf einem Spielplatz direkt an der Markthalle könnnen die Kinder sich austoben, bevor es dann zurück zum Auto geht und wir nach Tarifa zurückfahren.

Ronda

Ebenfalls einen Tagesausflug für uns wert ist die Stadt Ronda, deren alter und neuer Teil durch die bis zu 80m tiefe Schlucht El Tajo voneinander getrennt sind und durch die Puente Nuevo miteinander verbunden. Die Stadt selber ist geprägt von alten maurischen Bauten, die jedoch zum Teil zerstört wurden. Noch sichtbar und von uns entdeckt werden die maurischen Bäder, Teile der alten Stadtbefestigung, darunter ein etwa 200m langer Schutzwall, und eine tolle Aussicht über die Berge von Andalusien.

Frank

One thought on “Tarifa und Umgebung – viel zu entdecken für Freilerner

  1. Hey Ihr Lieben,
    schön, wieder von Euch zu lesen, auch wenn das vor unserem Wiedersehen war.
    Playa de los Lances ist schon was Besonderes; toll, was Ihr da unten alles gesehen habt.
    Da steht Vieles noch auf meiner Liste!
    Aber keine Sorge: Man sieht sich immer 2Mal (oder 3 Mal?) im Leben…
    Viele Grüße aus Andalusien!
    Sabine (die mit dem Flowmobil)

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