Ein Toter im Hohnsensee und weitere Ereignisse

29 Jul

Nach 2 Nächten und warmen Wetter suchen vor allem Kinder nach Abkühlung und wir finden einen Stellplatz in Hildesheim am Hohnsensee. Kostenlos und laut Stellplatzführer für Wohnwagen erlaubt. Wir kommen nachmittags an und können froh sein, zwischen Wohnmobilen und Pkws noch einen Platz gefunden zu haben. Der See ist zwar nur am Badestrand mit dazugehöriger Strandbar zum Schwimmen zugelassen, aber da der Eintritt frei ist können wir darüber hinwegsehen Wir lassen den Abend mit einem leckeren Essen ausklingen und freuen uns am nächsten Tag die Stadt zu erkunden.

Toter im Hohnsensee Einbruch Großrazzia Hildesheim

Ein Toter im Hohnsensee

Zur ersten Erkundungstour starten wir mit unserer morgendlichen Nordic Walking Runde um den See. Gretha kann in der Huckepack schlafen und die anderen drei spielen im Wohnwagen. Kurz nach unserer Rückkehr zum Wohnwagen geht plötzlich das Sirenengeheul los und mehrere Wagen der Feuerwehr, ein RTW und die Polizei tauchen auf und fangen an die Südseite des Sees (gegenüber von uns) abzusuchen. Die Feuerwehr kommt mit einem Bootsanhänger direkt vor uns an den See gefahren und lässt das Boot ins Wasser. Uns wird klar dass nach einem Verunglückten gesucht wird, wir hoffen, dass es nicht die Kinder betrifft die kurz vorher noch mit ihren Kanus über den See gefahren sind. Für unsere Kinder ist es sehr spannend die Feuerwehrleute in ihrer Arbeit zu beobachten. Schließlich kann die Feuerwehr den Verunglückten bergen, wie wir jedoch einen Tag später aus der Zeitung erfahren, konnte der Mann nur noch tot aus dem See geborgen werden. Die kanufahrenden Kinder haben von der Bergung und dem Toten zum Glück nichts direkt mitbekommen.

 

Sightseeing Hildesheim

Nach dem Mittagessen wird die Innenstadt von Hildesheim von uns entdeckt. Zu Fuß, mit Roller und mit Laufrad machen wir uns auf den Weg durch den am Stellplatz liegenden Park Schnell kommen wir ins Zentrum der Altstadt und erforschen die erste Kirche die auf dem Weg liegt, die St. Godehard. Besonders auffallend ist der enorm große Kerzenleuchter mit seinen Verzierungen, der die Stadt Jerusalem mit seinen 12 Stadttoren darstellt. Der Weg führt uns weiter in Richtung Mariendom. Da der Dom weitgehend im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist er recht modern und strahlt leider nicht den mystische Flair aus. Das noch erhaltene Gewölbe zeigt uns einen alten Steinsarg und eine goldene Statue Marias. Davon sind die Kinder sehr begeistert. Im Kreuzgang entdecken die Kinder einige Gräber und schön gestaltete Beete. Typisch für unseren bisherigen aufregenden Aufenthalt in Hildesheim fällt Daniela beim Toilettengang ihr Handy ins Klo. Der Akku scheint seitdem einen Schaden zu haben und somit muss demnächst ein Ersatz angeschafft werden. Den Dom lassen wir nun hinter uns und machen uns zum nächsten und für uns letzten Ziel in Hildesheim City, der St. Michaelis. Da Gretha mittlerweile wach und recht laut ist in der Kirche (wer kann es ihr verübeln, hallt es doch hervorragend) entscheidet Frank im Sinne eines stressfreien Besuchs draußen zu warten. Sonderlich spannend schien es nicht zu sein, denn Daniela kommt nach wenigen Minuten bereits heraus. Da die Kinder mittlerweile kein Interesse mehr zeigen, machen wir uns auf dem Weg zurück zum Stellplatz ohne uns unterwegs noch mit Vorräten für die nächsten Tage einzudecken.

Toter im Hohnsensee Einbruch Großrazzia Hildesheim

UNESCO-Welterbe St. Michaelis

Toter im Hohnsensee Einbruch Großrazzia Hildesheim

UNESCO-Welterbe Mariendom

Abkühlung im See

Nach der Anstrengenden Runde durch die Stadt wollen die Kinder nur noch ins Wasser. Also packen wir die Tasche und machen uns auf den Weg zum Badestrand. Das Wasser hat zwar nicht die beste Qualität, aber den Kindern ist das egal. Sie tauchen, schwimmen, planschen, graben im Sand, bewerfen sich mit Matsch und haben viel Spaß. Und dank der vorhandenen Dusche werden der Dreck und der Geruch einfach weggespült.

 Toter im Hohnsensee Einbruch Großrazzia Hildesheim

THW Einsatz fürs Olympiacamp

Als wir zurück zu unserem Parkplatz kommen steht das THW an der Stelle am See, an der am Morgen noch die Feuerwehr gestanden hat. Yannik ist sehr interessiert was dort gearbeitet wird und beobachtet die Männer und Frauen, die Bretter auf Fässer binden. Ziemlich schnell wird klar, dass ein Floss gebaut wird. Yannik erarbeitet sich dabei durch eigene Überlegungen und gezielte Fragen Kenntnisse über die Funktionalität eines Flosses. Da wir uns nicht vorstellen können für was es benötigt wird, geht Yannik kurzerhand zu einem Mann und befragt ihn. Durch seine Auskunft erfahren wir, dass dieses Floss für das Abschlussfeuerwerk, des auf der anderen Seeseite stattfindenden Olympiacamp, gebaut wird. Am Tag nach dem Feuerwerk wird das THW wieder kommen und das Floss abbauen und abtransportieren.

 

Besuch vom Ordnungsamt

Am nächsten Vormittag bekommen wir Besuch vom Ordnungsamt. Die freundlichen Mitarbeiter erklären uns, dass der Stellplatz, und damit diese Seite des Parkplatzes, NUR für Wohnmobile erlaubt ist. Allerdings geben sie uns auch direkt den Hinweis, dass ja auf der gegenüberliegenden Parkplatzseite (die schönere wohlgemerkt, weil direkte Sicht auf den See) keinerlei Schilder angebracht sind, und es daher auch nicht verboten ist, dort mit dem Wohnwagen zu parken. Gut für uns, da somit auch nicht die für Wohnmobil geltende Anzahl an Maximalübernachtung von 2 Nächten greift. Die netten Wohnmobilnachbarn informieren uns, dass sie gleich abreisen und wir somit Platz zum umparken haben.

 

Einbruch in einem Wohnmobil

Am Abend folgt dann der nächste Aufreger, unser Großer bekommt mit wie die Besitzer vom Wohnmobil gegenüber erzählen, dass bei ihnen eingebrochen wurde. An Schlaf ist da natürlich erstmal nicht zu denken. Yannik möchte so gerne sehen wie die Polizei bei der Aufnahme eines Einbruchs vorgeht. Da es allerdings sehr lange dauert bis die Polizei eintrifft und es auch schon dunkel wird, haben wir die Kinder schon ins Bett gebracht und ausgemacht, dass sie dort warten können. Bis zum eintreffen der Polizei ist allerdings keins der Kinder mehr wach. Der erste Streifenwagen nimmt den Einbruch auf und der später eintreffende zweite Wagen kommt für die Spurensicherung. Wie die Polizei mitteilte war dies der erste Einbruch der auf diesem Stellplatz aufgenommen wurde.

 

Au Revoir Hildesheim

Am darauffolgenden Morgen erfahren wir noch aus der Klatschpresse von einer Großrazzia die letzte Nacht in Hildesheim stattgefunden hat. Mittlerweile fühlt es sich etwas komisch an mit den ganzen Ereignissen und man fragt sich was noch alles geschehen würde. Wir nutzen den Morgen um unsere Weiterfahrt zu planen. Schnell einigen wir uns auf einen Stopp in Rethmar/Sehnde bei einer ehemaligen Arbeitskollegin von Frank aus Langen. Ein Anruf genügt und schon ist alles perfekt. Wie schön wenn es auch unkompliziert gehen kann. Alles einpacken, ankuppeln und schon kann es losgehen. Wir verlassen Hildesheim und setzen unsere Fahrt in Richtung Norden fort.

Daniela und Frank

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