Unser Visa Run nach Penang, Malaysia

20 Jan

Um uns ein neues 60-Tage-Touristenvisa zu beantragen entscheiden wir uns für einen Visa Run nach Penang, Malaysia.

Visa Run = Man reist aus, um bei einer Vertretung des Landes ein neues Visum zu beantragen und damit wieder einzureisen

Border Run = Man aktiviert einen Teil eines Multiple Entry Visa indem man ausreist und gleich wieder einreist oder, wenn man ohne Visum unterwegs ist, erhält man ein Visa on Arrival (Aufenthaltsgenehmigung für 15 bzw. 30 Tage)

In Penang liegt das für uns nächstgelegene thailändische Konsulat, daher gehen wir vorab auf Informationssuche wie das mit dem Visa Run funktioniert, lesen Bewertungen über das Konsulat, wie die Hotelauswahl ist und wie die Busverbindung ist. Unsere Route führt von Khanom nach Nakhon Si Thammarat (ca.1,5 Std) dann nach Hat Yai (ca.3,5 Std) und dann weiter nach Penang, Malaysia (ca 4 Std + Dauer beim Grenzübertritt). Wir starten nach unserem Frühstück mit dem Minivan um 8:30 Uhr und sind recht schnell in Nakhon und auch auf den Anschlussvan müssen wir nicht lange warten. Wir haben uns vorrab entschieden die Hinreise in zwei Etappen zu bewältigen, damit ist es für die Kinder angenehmer und wir kommen nicht spät abends in Malaysia an. Die Fahrt ist fast geschafft, da wird Gretha schlecht und sie muss sich übergeben. Kind und Mama vollgekotzt,sind nicht die optimalste Vorraussetzung um in Hat Yai in Ruhe eine Unterkunft zu suchen, wir haben nämlich zum ersten Mal nichts vorgebucht. Direkt an der Minibus-Station angekommen werden wir ziemlich direkt von „Agents“ angesprochen die uns Hotels empfehlen wollen. Wir gehen mal zu zwei Hotels mit und schauen sie uns an. Größe und Preis passen für uns nicht und so entscheiden wir alleine weiter zu suchen. Einige sind ausgebucht und kurze Zeit später finden wir ein kleines Guesthouse mit Doppelbett und Einzelbett sowie Klimaanlage. Wir machen uns frisch und gehen dann was essen. Bevor es zurück geht buchen wir noch den Minivan für den nächsten Tag. Am nächsten Morgen geht es ausgeschlafen weiter. Die Fahrt geht zügig voran und auch an der Grenze gibt es keinerlei Probleme.

Georgetown, Penang

Wir kommen mittags in Georgetown, Penang an und lassen uns zentrumsnah absetzen. Schnell merken wir, dass über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel bereits viel ausgebucht ist.Um entspannt weiter suchen zu können nehmen wir ein recht günstiges Zimmer in einem Hostel und laden Kinder und Gepäck ab. Nach genauerer Untersuchung erkennen wir, dass es wohl eher nur eine Absteige ist. Nicht wirklich sauber, an der Wand zum Flur fehlt der obere Teil und ist nur mit einem Netz bespannt (daher wird es nicht dunkel im Raum) und laut. Nur mit Gretha gehen wir wieder los und suchen weiter. Zu sechst etwas günstiges und passendes während der Feiertage zu finden erweist sich als schwieriger als gedacht. Wir haben aber doch noch Glück und lernen Visa Run nach Penang MalaysiaJack, einen super zuvorkommenden Gastgeber kennen. Sein Hostel, ME.N.U Café & Lodge, ist über zwei Gebäude aufgeteilt und er hat noch ein Privatzimmer mit eigenem Bad frei. Etwas über unserem geplanten Budget aber noch im Rahmen, vorallem da es inklusive Frühstück und gratis Kangen-Wasser ist. Während der Feiertage erkunden wir die Stadt und vorallem die vegetarischen Restaurants im Stadtteil Little India, eine willkommene kulinarische Abwechslung nach 2 Monaten Thaifood.

Visum beantragen

Da wir nicht sicher sind ob die Kinder beim Beantragen dabei sein müssen, gehen wir vorsichtshalber komplett zum Konsulat. Von Jack haben wir den Tipp bekommen, erst zur Busstation am Komtar-Tower zu gehen und von dort den Bus Nr. 10 zu nehmen. Dieser fährt näher ans Konsulat als der in der Chulia Street abfahrende Bus Nr. 101. Dem Busfahrer einfach mitteilen das man in der Nähe der Thay Embassy aussteigen möchte. Beachten sollte man, dass die Busfahrer kein Wechselgeld rausgeben. Entweder zahlt man passend oder schenkt das Wechselgeld dem Busfahrer. Die Fahrt kostet zwischen 1,40 MYR bis 2,00 MYR für Erwachsene und 0,70 Myr für Kinder (wenn man einen netten Busfahrer erwischt fahren Kinder manchmal umsonst). Wir konnten leider nicht erkennen wann welcher Preis gültig ist. Für die Beantragung des Visas muss man vormittags zwischen 9:00 Uhr und 11:30 Uhr am Konsulat sein. Dort stellt man sich in die lange Schlange und füllt, wenn nicht schon vorab geschehen, während der Wartezeit den Antrag aus. Zusammen mit dem Antrag gibt man 2 Passfotos und eine Kopie der ersten Seite des Reisepasses ab. Die Visagebühr ist natürlich auch noch in Bar fällig. Hat man sich um Bilder oder Kopien nicht vorher gekümmert, steht vor dem Konsulat ein Minivan der für 20 MYR 8 Fotos oder für 2 MYR eine Kopie verkauft. Hat man alles ordnungsgemäß ausgefüllt und abgegeben gibt es einen Abholschein und man kann am nächsten Tag ab 14:00 Uhr sein Visum abholen. Nachmittags ist die Schlange mindestens wieder genauso lang, aber es geht zügig, da wie es aussieht, die Pässe ohne Probleme ausgegeben werden. Vor dem Konsulat stehen schon die Minivanfahrer und bieten ihre Fahrten nach Thailand im direkten Anschluss an.

Wir haben uns dafür entschieden noch eine Nacht in Penang zu bleiben und erst am nächsten Tag zurück nach Thailand zu fahren. Diesmal auch in einem Stück, da wir wieder in unsere vorherige Unterkunft Ban Bangrajan Khanom zurück gehen und wir schon alles vorab geklärt haben. Die Fahrt an einem Stück ist schon recht anstrengend, vorallem da wir mit den Verbindungen Glück hatten und nie lange warten mussten. Leider konnten wir so auch nichts essen gehen und haben uns den Tag über von Bananen, Toastbrot und Sojamilch ernährt. Direkt an den Busstationen gab es leider kein passendes veganes Essensangebot.

Unser Fazit – Der Visa Run war sehr einfach durchzuführen und Georgetown bzw. Penang ist einen Besuch wert. Wer selber nicht den Weg zur Botschaft antreten möchte kann in Penang auch einen Visa Agent beauftragen, der einem für 40 MYR/Visa diesen bürokratischen Teil abnimmt. Im Nachhinein hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit in Penang verbracht um uns auch die anderen Ecken der Insel noch anzuschauen. Vielleicht gibt es ja nochmal die Möglichkeit hierher zu kommen.

Daniela

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